UnserProjekt in Tanzania - clubmuenchenschwabing

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UnserProjekt in Tanzania

Projektarbeit
 


Unser Projekt in Tanzania  (iniitiert von unserer Clubschwester Mareike Tiedeitz) macht Fortschritte.

Mehr dazu im englischen Teil unserer Website

 

Neu
Unser neues Club-Projekt: Wir unterstützen das Projekt unserer Clubschwester Mareike Thiedeitz

„Einfach Bauen"
Kurzbeschreibung
Das Projekt „Einfach Bauen – Ein Workshop zur Angewandten Betontechnologie" ist ein Projekt, das von einer Mitarbeiterin der Technischen Universität München in Kooperation mit der Forward Step Organisation in Bagamoyo, Tansania angeboten wird. Die Forward Step Organisation unterstützt Mädchen und Frauen durch Bildung und stärkt ihre Unabhängigkeit durch Tanz- und Kunstangebote. Studierende der TU München planen und bauen einen Aufenthaltsraum, der für diese Zwecke genutzt werden soll. Die Planung und Ausführung erfolgt unter Berücksichtigung der lokalen klimatischen und sozialen Bedingungen. Die Studierenden erlernen in dem Projekt den nachhaltigen Umgang mit dem weltweit meistgenutzten Baustoff Beton. Durch die Kooperation der FSO mit der TUM soll ein nachhaltiger Austausch zwischen europäischer und afrikanischer Kultur entstehen. Das Projekt selbst soll als Pilotprojekt und Startprojekt einer längerfristigen Kooperation zwischen Studierenden der TUM und Organisationen dienen, die Frauen und Mädchen durch Bildung unterstützen, sich gegen geltende gesellschaftliche Konventionen zur Wehr setzen und für Menschenrechte und die Gleichberechtigung der Frau kämpfen.

Schwerpunkt 1: Education and Engineering
Ingenieure gestalten die bebaute Umwelt. Durch ihre Entscheidungen wird die Natur nachhaltig verändert, soziale Räume geschaffen und gestaltet und die Kultur und soziale Struktur eines Landes ausgedrückt. Daher haben Ingenieure insbesondere durch ihren starken Einfluss auf die Gesellschaft und die Zukunft der Gesellschaft eine große Verantwortung. Diese Verantwortung und das Bewusstsein für die Umwelt – sowohl unter sozialen als auch ökologischen Gesichtspunkten – ist vielen angehenden Ingenieuren nicht bewusst. Zudem benötigen wir mit den aktuellen Herausforderungen des globalen Bevölkerungswachstums und Klimawandels deutlich mehr Menschen, die sich für die Mitgestaltung ihrer Umwelt interessieren und ein Bewusstsein hierfür entwickeln. Das Projekt „Einfach Bauen" verfolgt daher den Ansatz, Bildung mit Ingenieurwesen zu verbinden. Durch Bauprojekte, in die Schüler und Studenten mit eingebunden werden, erfahren junge Menschen, wie es ist, aktiv mitzugestalten. Durch praktische Arbeit und Projekte ist es möglich, die Generation von morgen auf die Notwendigkeit von nachhaltigen und technisch umsetzbaren Lösungen im Ingenieurwesen hinzuweisen.
Besonders wichtig ist hierbei die Förderung der Bildung von Frauen. In Deutschland nimmt das Interesse an technischen Berufen bei Frauen zu. Auch die Akzeptanz im Beruf steigt, auch wenn sie noch nicht gänzlich und überall vorhanden ist. In anderen Ländern, insbesondere afrikanischen Ländern, erhalten viele Mädchen noch nicht einmal ausreichend Bildung. Hier können wir ansetzen und den Mädchen durch Einbindung in studentische Projekte zeigen, dass es sich lohnt für eine ausreichende Bildung zu kämpfen, insbesondere in technischen Fächern.

Schwerpunkt 2: Förderung von Frauen und Mädchen
Für das derzeitige Projekt ist die Förderung der Mädchen vor Ort der zentrale Kern. Mädchen und Frauen genießen in Tansania derzeit noch nicht genügend Rechte und Freiheiten für ein selbstbestimmtes Leben. Schulbildung wird ihnen häufig lediglich in der Grundbildung gewährt. Ab dem Zeitpunkt einer Schwangerschaft wird ihnen Schulbildung verwehrt. Viele Mädchen müssen sich frühzeitig um ihre Familien kümmern und können daher keine schulische Weiterbildung in Anspruch nehmen. Abtreibung ist laut Gesetz verboten. Zudem wird in Tansania noch immer FGM praktiziert. Es ist unabdingbar, dass den Mädchen Bildung gewährt und ein Raum zur Verfügung gestellt wird, in welchem sie weder verfolgt noch verurteilt werden.
Mit Durchführung des Bauprojektes sollen daher vorrangig die Projekte ermöglicht werden, die Mädchen vor Ort unterstützen.
Zudem soll durch die Kooperation ein Bewusstsein für die derzeitige Ungleichheit in der Gesellschaft auch bei deutschen Studierenden geschaffen werden. Es wird Wert daraufgelegt, dass der Anteil an teilnehmenden weiblichen Studierenden an dem Projekt mindestens 50% beträgt. Das Thema Gleichberechtigung und friedliches Miteinander werden vertieft im Zuge des Projektes behandelt und diskutiert.

Schwerpunkt 3: Brückenbildung der jungen Generation zwischen Deutschland und anderen Ländern zur internationalen Vernetzung
Im Zeitalter der Globalisierung ist internationale friedliche Zusammenarbeit auf sozialer und politischer Ebene von höchster Bedeutung. Das Verständnis für andere Kulturen und Religionen, Lebensweisen und Lebensumstände ist notwendig für eine friedliche internationale Zukunft. Toleranz sollte zwar vorausgesetzt werden, ist allerdings häufig nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Durch die kolonialistische Historie zwischen europäischen und afrikanischen Ländern und den herrschenden Postkolonialismus ist eine gute Kommunikation auf gleicher Ebene und absolute Toleranz gegenüber anderen Kulturen ganz besonders grundlegend für eine friedliche internationale Zusammenarbeit. Durch Kooperation der Universität in München mit anderen Universtäten, im aktuellen Projekt mit der Universität in da es Salaam in Tansania, wird eine Kooperation auf Bildungsebene angestrebt. Durch den kulturellen Austausch zwischen Studierenden und tansanischen Bürgern wird zudem eine langfristige und nachhaltige Brückenbildung zwischen Menschen der verschiedenen Länder angestrebt.


 
 
 
 
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